Haustüre einbauen

Um das Haus vor Wind und Wetter sowie Vertretern 
und anderen ungebetenen Besuchern zu sichern, 
ist eine gute Haustüre schonmal ein sinnvoller Anfang. 
Im mütterlichen Haus war bis dato allerdings nur eine alte Alu-Türe verbaut, 
die zum einen nicht wirklich ein Hinderniss für Einbrecher darstellte, 
und zum anderen auch die Wärme kaum besser im Haus hielt, 
als ein offenes Loch... 

Alte Alutüre

Also hab ich die alte Kältebrücke
(Physikalisch korrekt müsste es natürlich "Wärmebrücke heißen)
mal durch eine moderne schicke Haustüre ersetzt,
die durch Ihre Dreifachverriegelung auch den nötigen Einbruchsschutz mitbringt.
Ich bin dieses Projekt eigentlich recht optimitisch angegangen,
da ich sowas von Berufswegen aus ja öfter mache,
doch ganz so einfach wie gedacht, gestaltete sich die Aktion dann doch nicht.

Boden schützen
Der Plan war eigentlich simpel: 
Alte Türe incl. Blendrahmen
einfach aus der Wand rupfen,
vorher schonmal mit etwas Pappe
den Boden um die Tür schützen,
den Anschlag mit der Mauerfräse
etwas nach außen verlagern,
da die neue Haustüre
eine höhere Bautiefe mitbringt
und das Loch auch nach rechts,
links und oben etwas erweitern,
da der neue Kunststoffrahmen
auch etwas breiter ist.
Neuen Rahmen rein,
schäumen fertig, alles schön :-)

Vorher einschlitzen














Da laut meiner Planung
eigentlich also nur zweimal mit der Fräse
(die man an den Staubsauger anschließen kann) geschlitzt
und der Rest der Ecke dann „eben nur“ mit Hammer und Meißel
weg gestemmt werden kann(auch relativ geringes Staubaufkommen)
deutete ich in meinem überschwänglichen Optimismus an,
das die ganze Angelegenheit recht wenig Dreck machen würde
und nach etwa einem halben Tag die Türe drin ist.

...Es kam allerdings etwas anders...
Schon beim Ausbauen
wehrte sich die alte Alutüre etwas, da sie sich mit zwei Haken,
deren Nutzen ich nicht wirklich nachvollziehen konnte,
unter den Fliesen verkeilte und auch eine Fliese
mit ins Verderben riss, die später in liebevoller Kleinarbeit
wieder zusammen gepuzzelt werden musste.
Die von innen gesehen rechte Wand
ließ sich dann relativ einfach anpassen,
da diese nur aus Heraclitplatten und Lochziegeln bestand.
Allerdings versteckte sich dort auch der Trafo von der Klingel,
der jetzt irgendwo anders hin musste.
Zum Glück wohnt ein befreundeter Elektriker um die Ecke,
auf den dieses Problem schnell abgeschoben werden konnte.

Leider kam ich außerdem mit der Mauerfräse
nicht tief genug in die Wand,
um sie für den neuen Rahmen anzupassen,
so dass ich dann doch leider die große Flex anschmeißen musste,
...die nicht an den Staubsauger angeschlossen werden kann.
(Unglaubliches Staubaufkommen!!)
und den Eingangsbereich in ein zartes Ziegelrot hüllte... 
Die andere Seite zu ändern wurde dann erst noch so richtig lustig,
da die Ecke hier in Stahlbeton geschlagen werden musste...
Und ich leider keinen Stemmer sondern nur Fäustel und Meißel hatte
... dauerte also ein paar Minuten länger als gedacht.
Als das Loch dann endlich soweit vorbereitet war 
(und der Vorraum aussah, wie nach dem Krieg)












konnte der Neueinbau der Haustüre endlich starten 
und ging dann auch ganz zügig vonstatten. 
Auf die Leibung wurde ein Schmales Kompriband geklebt,
welches die Anschlagfuge Schlagregenfest
aber atmungsaktiv abdichtet.
Der neue Blendrahmen wurde rein gestellt, ausgerichtet,
verschraubt und dann rundum eingeschäumt.
(Anstelle von Schaum
hätte ich auch mit Fugenbändern arbeiten können,
doch aufgrund der Wandbeschaffenheit war in diesem Fall
der Schaum die sichere Lösung.)
Da die Türe oben keinen Laibungsanschlag hat,
wurde die entstandene Lücke oben außen
mit einer Deckleiste geschossen.
Die Fuge von der Schwelle zum Boden wurde transparent versiegelt.


Von innen habe ich die geschäumte Lücke zunächst überputzt,
werde aber nochmal das Ganze mit Kunststoffwinkeln
und Deckleisten etwas verschönert...
...aber das muss ich ja nicht überstürzen... sieht ja schon ok aus...
...irgendwann mach ich das bestimmt noch...ähh... später ;-)

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